ein neues jahr. eigentlich wollte ich für das vergangene eine resumee ziehen und das ganze als weihnachtspost versenden, aber ich fand einfach nicht die zeit dazu. dann eben an dieser stelle.
das vergangene jahr ist so reich an großen momenten, wie kein zweites bisher in meinem leben. man versucht in all der aufregung irgendwie den alltag zu meistern, daß man die großen ereignisse erst im nachhinein zu würdigen weiß.
zunächst war da der abschluß der bundesfachschule im januar. 12 monate bin ich in diese schule gegangen erfüllt von hoffnungen, erwartungen und ängsten. hoffnungen, all das schaffen zu können, ängste, es könne doch nicht reichen. auch wenn man 12 monate alles gegeben hat. doch am letzten tag unter den top drei zu sein ist auch nachträglich ein gutes gefühl.
am selben tag war jedoch keine zeit darüber nachzudenken, es hieß eine autofahrt von 550km gen süden zu bewältigen, im anschluß an 12 aufregende stunden. vor mir lagen zwei tage bewerbungsgespräche. beide machten einen vielversprechenden eindruck, eine direkte zusage erhielt ich jedoch nicht.
nach einem tag verschnaufpause galt es in drei wochen die meisterstücke für die große prüfung zu bauen. doch wofür eigentlich? die mangelnde perspektive beflügelte nicht unbedingt.
das änderte sich am ende der ersten woche, als nach der ersten enttäuschenden absage, die zusage für die bessere der zwei stellen kam. das war anfang februar.
ich hatte noch drei wochen. drei wochen um eine prüfung zu schaffen, drei wochen um eine wohnung ohne besichtigung im 400 km entfernung zu finden, drei wochen um die alte zusammenzupacken.
ich weiß nicht wie, aber wir haben es geschafft. die prüfung. die wohnung, das packen. den meisterbrief druckfrsich in der hand ging es ein letztes mal in der alten wohnung in bett. am darauf folgenden samstag wurde der lkw be-, und 400 km weiter wieder entladen. nach einem halben tag erholung ging es am 1.märz los am neuen arbeitsplatz.
neue umgebung, neue leute, neues system, neues betätigungsfeld. und immer noch keine ruhe. gleich in der zweiten woche ging es auf eine fortbildung. dann aber ein paar wochen die möglichkeit etwas wie normalität aufzubauen.
einige wochen später dann die freudige nachricht: wir erwarten ein baby. während wir bereits emsig in der hochzeitsvorbereitung waren.
und auch das ging glatt über die bühne.
und immer wieder fortbildungen, lange arbeitstage, eingewöhnen in das neue betätigungsfeld, während dessen neue erschließen.
ich hätte mit so viel glück nie gerechnet. nie, eine so gute stelle jemals wieder zu finden, mich anderso so wohl zu fühlen. man muß das glück anerkennen, wenn man ihm begegnet. mitarbeit hin oder her.
viel für ein jahr. und alles erstaunlich glatt gelaufen. davon kann ich noch meinen enkeln erzählen. die chancen auf solche steigt gerade erheblich und wert ist es das auch.
