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boris bertram
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als ich eines tages in die werkstatt meiner firma kam, sah ich dort eine barbie-puppe liegen. ihr rechter arm war ab und lag daneben.
es war nicht meine puppe und ich war nicht mit ihrer reparatur betraut worden. dennoch dachte ich darüber nach, wie eine solche reparatur wohl anzustellen sei. neben allen realistischen ideen, die puppe wieder herzustellen, dachte ich plötzlich so, wie es in der umgebung geradezu naheliegend war. ich dachte daran, daß es sicherlich interessant wäre, der puppe eine armprothese zu konstruieren.

aber es war nunmal nicht meine puppe, und so blieb mir nichts, als diesen gedanken im hinterkopf zu behalten
irgendwann aber dachte ich mir, es wäre an der zeit, diese idee umzusetzen. bei der gedanklichen konzeptionierung beschloß ich eine beinprothese anzufertigen, nicht zuletzt weil ich mit der konstruktion enger vertraut war
auf einem trödelmarkt erstand ich eine gut erhaltene puppe, deren vorbesitzerin sicherlich niemals daran gedacht hätte, was ihr blühen sollte.
bald nahm ich das projekt in angriff, nicht ohne eine kleine geschichte darum zu stricken.

ich sehe dies nicht als perversion. es ist mein alltäglicher umgang mit körperlich versehrten menschen, den ich an dieser stelle demonstrativ darstellen kann. und vielleicht ist es ja auch interessant für fachfremde menschen zu sehen, wie eine prothese hergestellt wird. ich habe mich ja nicht umsonst im wesentlichen an die abläufe und herstellungsverfahren der originale gehalten.

die bilder die im folgenden links neben den texten stehen sind anzuklicken. die vergrößerte version öffnet sich dann am fuße der seite.

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